
AHA oder BHA? So findest du das perfekte Peeling für deine Haut
Wer seine Hautpflegeroutine gezielt optimieren möchte, kommt an AHA und BHA kaum vorbei. Die beiden Säuretypen gehören zu den beliebtesten Peeling-Wirkstoffen und können das Hautbild sichtbar verfeinern. Doch obwohl sie oft gemeinsam genannt werden, wirken sie auf unterschiedliche Weise. Hier erfährst du, worin sich AHA und BHA unterscheiden, für welchen Hauttyp sie geeignet sind und wie du den passenden Wirkstoff für deine Haut findest.
16. Juli 2026
Inhaltsverzeichnis
AHAs & BHAs: Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Überblick
AHAs (Alpha-Hydroxysäuren) und BHAs (Beta-Hydroxysäuren) sind chemische Peelings, die abgestorbene Hautzellen entfernen und das Hautbild verbessern können. Beide fördern die Exfoliation, regen die Zellerneuerung an und können feine Linien, Pigmentflecken sowie einen ungleichmäßigen Hautton sichtbar reduzieren. Der wichtigste Unterschied liegt in ihrer Löslichkeit.
AHAs sind wasserlöslich
AHAs wirken hauptsächlich auf der Hautoberfläche. Zu den bekanntesten Vertretern gehören Glykolsäure und Milchsäure. Sie lösen abgestorbene Hautzellen, fördern die Hauterneuerung und unterstützen dank ihrer feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften die Feuchtigkeitsversorgung der Haut.
BHAs sind öllöslich
BHAs können die Talgschicht der Haut durchdringen und tief in die Poren gelangen. Der bekannteste Vertreter dieser Säuregruppe ist Salicylsäure. Dort helfen sie, überschüssigen Talg, Schmutzablagerungen und Verstopfungen zu lösen. Gleichzeitig besitzen sie hautberuhigende Eigenschaften.
Kurz gesagt: AHAs exfolieren vor allem an der Hautoberfläche und unterstützen die Feuchtigkeitsversorgung, während BHAs tief in den Poren wirken und gezielt gegen Unreinheiten und überschüssigen Talg helfen. Daher ergänzen sich beide Wirkstoffgruppen ideal und können je nach Hauttyp gezielt eingesetzt werden.
Produkte mit AHA
Produkte mit BHA
AHA oder BHA: Welcher Wirkstoff passt zu deinem Hauttyp?
Für welchen Hauttyp eignet sich AHA?
AHAs eignen sich besonders für trockene bis normale, reife oder sonnengeschädigte Haut. Sie unterstützen die Feuchtigkeitsversorgung, fördern einen ebenmäßigeren Hautton und verleihen fahler Haut mehr Strahlkraft.
- Trockene bis normale Haut: Unterstützt die Feuchtigkeitsversorgung.
- Reife Haut: Kann feine Linien und Falten mildern.
- Sonnengeschädigte Haut: Hilft bei Pigmentflecken und Unebenheiten.
- Fahler Teint: Sorgt für mehr Glow und Frische.
Für welchen Hauttyp eignet sich BHA?
BHAs sind besonders für ölige, unreine und zu Akne neigende Haut geeignet. Sie dringen tief in die Poren ein, lösen überschüssigen Talg und unterstützen ein klareres Hautbild.
- Ölige Haut & Mischhaut: Kann überschüssigen Talg reduzieren.
- Unreine Haut: Hilft bei Pickeln und Mitessern.
- Verstopfte Poren: Kann Poren sichtbar verfeinern.
- Zu Rötungen neigende Haut: Wirkt zusätzlich beruhigend.
Kann man AHA und BHA kombinieren?
AHA und BHA lassen sich gut miteinander kombinieren, da sie auf unterschiedliche Weise wirken und sich ideal ergänzen. Während AHAs vor allem die Hautoberfläche verfeinern und für mehr Strahlkraft sorgen, wirken BHAs tief in den Poren und helfen bei Unreinheiten sowie überschüssigem Talg. Je nach Hauttyp und Hautbedürfnis gibt es verschiedene Möglichkeiten, beide Wirkstoffe in die Pflegeroutine zu integrieren:
Abwechselnde Anwendung
Um die Haut nicht zu überfordern, können AHA und BHA zeitlich getrennt verwendet werden, beispielsweise AHA morgens und BHA abends oder an unterschiedlichen Tagen der Woche.
Gezielte Anwendung auf verschiedenen Hautpartien
Bei Mischhaut kann eine zonale Anwendung sinnvoll sein. BHA eignet sich besonders für die öligere T-Zone mit vergrößerten Poren, während AHA auf trockeneren Hautbereichen, etwa den Wangen, verwendet werden kann.
Kombinationsprodukte
Viele moderne Peelings enthalten sowohl AHA als auch BHA. Solche Formulierungen sind darauf ausgelegt, die Vorteile beider Säuregruppen zu vereinen und gleichzeitig möglichst hautschonend zu bleiben.
Die Kombination kann besonders hilfreich sein, wenn du mehrere Hautbedürfnisse gleichzeitig adressieren möchtest, etwa Unreinheiten, vergrößerte Poren, Pigmentflecken oder erste Anzeichen der Hautalterung. Wichtig ist, die Anwendung langsam zu steigern und auf die Reaktion deiner Haut zu achten, da eine zu häufige Exfoliation die Hautbarriere reizen kann.
AHA- und BHA-Kombiprodukte
AHA- und BHA-Kombiprodukte
AHA und BHA richtig anwenden: Das solltest du beachten
Damit du das Beste aus deinen AHA- und BHA-Produkten herausholen kannst, hier einige wichtige Tipps:
Beginne langsam:
Starte mit einer niedrigeren Konzentration (etwa 5-8 % für AHA und 1-2 % für BHA) und wende dein Peeling zunächst nur ein- bis zweimal pro Woche an. Wenn deine Haut gut mitspielt, kannst du die Häufigkeit nach und nach steigern.
Abends anwenden:
Beide Säuretypen können deine Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht machen. Wenn du sie abends nutzt, hat deine Haut über Nacht Zeit, sich in Ruhe zu erholen.
Sonnenschutz nicht vergessen:
Während du Säuren verwendest, gehört eine Tagescreme mit mindestens LSF 30 fest in deine Routine, weil deine Haut anfälliger für UV-Schäden wird.
Vorsicht bei Kombinationen:
Kombiniere AHA und BHA nicht direkt mit anderen reizenden Wirkstoffen wie Retinol oder hochkonzentriertem Vitamin C. Wenn du beides nutzen möchtest, plane sie an unterschiedlichen Tagen oder Tageszeiten ein.
Hör auf deine Haut:
Wenn du Rötungen, Brennen, übermäßige Trockenheit oder Schuppung bemerkst, gönn deiner Haut eine Pause oder reduziere die Anwendungen.
Nicht auf geschädigte Haut auftragen:
Wenn deine Haut offene Stellen, Risse oder starke Reizungen zeigt, lass die Säuren erstmal weg, bis sich alles beruhigt hat.
FAQ: AHA oder BHA?
Fazit
Die Wahl zwischen AHA und BHA – oder einer Kombination aus beiden – hängt von deinem Hauttyp und deinen individuellen Hautbedürfnissen ab. AHAs eignen sich besonders für trockene Haut, einen fahlen Teint und erste Anzeichen der Hautalterung, da sie vor allem an der Hautoberfläche wirken und die Hauterneuerung unterstützen. BHAs sind dagegen ideal für ölige und zu Unreinheiten neigende Haut, da sie tief in die Poren eindringen und Verstopfungen lösen können. In vielen Fällen kann die Kombination beider Säuretypen die besten Ergebnisse erzielen. Wichtig ist, die Produkte langsam in die Routine zu integrieren und auf die Reaktion deiner Haut zu achten. Bei Unsicherheiten oder bestehenden Hautproblemen kann eine dermatologische Beratung sinnvoll sein.








































